Museen

Außenansicht LVR-Industriemuseum Solingen

Außenansicht LVR-Industriemuseum Solingen

LVR-Industriemuseum Gesenkschmiede Hendrichs

LVR-Industriemuseum Gesenkschmiede Hendrichs

Februar 2021

Willkommen in einem typischen Fabrikensemble aus dem späten 19. und frühen 20. Jahrhundert!

Von 1886 bis 1986 wurden in der Gesenkschmiede Hendrichs Scherenrohlinge geschmiedet. Alle Maschinen und Werkzeuge, die Fallhämmer, Pressen und Fräsmaschinen sind noch komplett vorhanden. Selbst der Umkleideraum, der Waschraum mit der langen Reihe drehbarer Waschschüsseln, das Maschinenhaus und das Kontor mit der klappernden Schreibmaschine – alles ist noch da.
Im Museum können Sie noch heute erleben, wie die rot glühenden Spaltstücke unter lautem Getöse zu Scherenrohlingen geschmiedet werden, wie es knallt und bebt. In den Werkstätten lässt sich nachvollziehen, wie eine Schere entsteht. Ein Museumsrundgang erzählt aber auch von Mechanisierung, von Arbeitsverhältnissen, dem Weltmarkt und vielem mehr.
Die herrschaftliche Firmenvilla von 1896 bietet Einblicke in die bürgerliche Lebenswelt der Fabrikantenfamilie.
Hier verwöhnt Sie auch das Museumsrestaurant, die „Villa Zefyros“, in idyllischem Ambiente mit moderner griechischer Küche. Im Sommer lädt die schöne Gartenanlage mit dem alten Baumbestand zum Verweilen ein.
Neben einem vielseitigen museumspädagogischen Programm für Kindergärten und Schulkassen bietet die Gesenkschmiede Hendrichs auch Familien zahlreiche Möglichkeiten zum unterhaltsamen und eigenständigen Enddecken der Ausstellung. Anfang 2021 wird eine Besucherwerkstatt eröffnet. Hier kann man zum Werkzeug greifen und Metall selbst bearbeiten.
In der Schleiferei können Sie abgenutzte Messer und Scheren aufarbeiten lassen. Zum breiten Veranstaltungsangebot gehören außerdem öffentliche Führungen, Dieseltage, Workshops sowie Sonderausstellungen.
Als Highlight findet jedes Jahr im November der Messer-Gabel-Scherenmarkt statt, bei dem mehr als 25 Solinger Firmen Schneidwaren in allerbester Qualität präsentieren.


Die Gesenkschmiede Hendrichs ist barrierearm eingerichtet und macht viele entsprechende Angebote.

Wilhelm-Fabry-Museum Hilden, Foto: Peter Siepmann

Wilhelm-Fabry-Museum Hilden, Foto: Peter Siepmann

Wilhelm-Fabry-Museum Hilden

Wilhelm-Fabry-Museum Hilden

Februar 2021

Namensgeber für das Museum ist Wilhelm Fabry (1560–1634), Wundarzt und Begründer der modernen Chirurgie. Wilhelm Fabry ist der berühmteste Hildener und seine außergewöhnliche Persönlichkeit ist Programm für ein Haus, in dem Arzt und Patient, Diagnose und Therapie, Krankheit und Heilung im Zentrum stehen. In Wechselausstellungen zeigt das Museum Präsentationen mit den Schwerpunkten Medizin, Wissenschaft und Forschung, häufig auch von Künstlerinnen und Künstlern interpretiert.

Das Museum liegt etwas verborgen am Rand des Stadtzentrums. Doch wer einmal den Weg hierhin gefunden hat, wird durch einen ungewöhnlichen Ausstellungsort belohnt, der sich neben der Kunst und Medizin noch einem weiteren interessanten stadtgeschichtlichen Aspekt widmet. In der denkmalgeschützten historischen Brennerei wurde von 1864 bis 1979 ein breites Angebot von Spirituosen erzeugt. Mit der 1887 eingebauten Dampfmaschine, gefertigt von der ehemaligen Hildener Maschinenfabrik Kirberg & Hüls, ist die vollständig erhaltene Brennerei ein einzigartiges Industriedenkmal im Rheinland.

In der Kinder- und Jugendartothek „Bildwechsel“ können Hildener Kinder und Jugendliche aller Altersgruppen im Wilhelm-Fabry-Museum Kunstwerke ausleihen – mit der Familienkarte sogar kostenfrei.
Der Bestand umfasst mittlerweile über 300 Bilder und wird ständig erweitert. Zur Auswahl stehen originale Bilder und Kunstdrucke. Auch auswärtige Schulen oder Jugendeinrichtungen können Termine für Bildbetrachtungen, Führungen und Malaktionen buchen.

deutsches-werkzeugmuseum-wuelfrath

Deutsches Werkzeugmuseum Remscheid

Deutsches Werkzeugmuseum Remscheid

Deutsches Werkzeugmuseum Remscheid

Februar 2021

Vom Faustkeil bis zu Industrie 4.0: Bei uns bekommen Sie einen Einblick in die Entwicklung von Werkzeugen, der Werkzeugindustrie und des Handels.
Von der Steinzeit bis zum Mittelalter, von der Industrialisierung bis heute – das ist der Zeithorizont, für den wir die Herstellung von Werkzeugen und deren Anwendung präsentieren. Aber nicht nur schauen, sondern an den Mitmachstationen auch selbst ausprobieren – das ist bei uns angesagt!
Nicht zu vergessen ist der Handel, der der Stadt Remscheid den Namen „Seestadt auf dem Berge“ eingebracht hat und bereits um 1800 die ganze Welt umspannte.
Wenn Sie glauben, dass bei Werkzeugen schon alles entwickelt wurde, dann haben Sie sich geschnitten. Innovationen und flexible Anpassungen zeichnen noch heute die Weltmarktfirmen Remscheids aus – immer einen Schritt voraus und gepaart mit langen Firmentraditionen von bis zu 400 Jahren. Die Weiterentwicklungen können Sie bei uns im Haus perfekt nachvollziehen und selber ausprobieren. Testen Sie, welcher Griff an einem Schraubendreher am effektivsten oder welcher Hammer am schonendsten ist.

Bei uns geht’s rund! Unsere Dampfmaschine mit dem fast vier Meter großem Schwungrad ist Herzstück des Museums und verdeutlicht eine revolutionäre Entwicklung.
Aber auch bahnbrechende und heute noch aktuelle Entwicklungen wie der Elektrostahlofen oder das nahtlose Rohr wurden in Remscheid erfunden und sind mit großen Namen wie Lindenberg und Mannesmann verbunden. Diese Themen erleben Sie bei uns ganz hautnah.
Wenn Sie tiefer in die Materie einsteigen wollen, bieten wir Ihnen Führungen, Vorträge und eine Vielzahl an unterschiedlichsten Begleitveranstaltungen an.

Dabei liegen uns die Kids ganz besonders am Herzen. Für die Kinder haben wir tolle Aktionen wie ‚Museum im Dunkeln‘, bei der unser Marionetten-Nachtwächter Balduin Keks durch das Museum führt. Workshops, Ferienaktionen und weitere ganz unterschiedliche museumspädagogische Angebote machen Lust auf mehr.
Trauen Sie sich? Bei uns können Sie sich vor der großen Dampfmaschine das Ja-Wort geben. Und wo feiern Sie dann? Natürlich in unserer Halle, in außergewöhnlicher Atmosphäre für bis zu 99 Personen mit allem Drum und Dran.

Verbringen Sie einen erlebnisreichen Tag bei uns im Museum oder kommen Sie zu unseren Veranstaltungen!

Manuelskotten. Foto: Förderverein Manuelskotten

Manuelskotten. Foto: Förderverein Manuelskotten

Manuelskotten

Manuelskotten

Februar 2021

Wenn Sie gerne wandern, sich für historische Dinge interessieren und sich für Technik begeistern, dann sind Sie bei uns richtig!

Wir sind ein kleines, aber lebendiges Industriedenkmal. Lebendig, weil hier noch täglich ein Nass-Schleifer arbeitet, wir die Entwicklungsgeschichte der Antriebstechnik zeigen, ein Wasserrad mit 5,6 Meter Durchmesser mit Fliehkraftregler gezeigt wird, das zu den größten in Deutschland zählt, wir eine Dampfmaschine mit 8 PS von 1888 vorführen und einen selten erhaltenen 30-PS-Diesel von 1927 betreiben können.
Dazu gibt es einen Elektromotor, der immer arbeitet, wenn das Wasserrad die Transmissionen für die Schleifsteine nicht antreiben kann.
Darüber hinaus präsentieren wir eine große Sammlung von Werkzeugen, die in Wuppertal-Cronenberg gefertigt wurden und werden, sowie die Entwicklungsgeschichte des heimischen Gewerbes.

Von April bis Oktober wird das Industriedenkmal mit der Nass-Schleifer-Ausstellung am 2. und 4. Sonntag im Monat durch Betreuung des Fördervereins geöffnet.
An denselben Tagen fahren auch die Bergischen Museumsbahnen ganz in der Nähe!
Der Eintritt in den Manuelskotten ist frei. Über Spenden zum Erhalt des Kottens sind wir aber dankbar.
Der Kotten wurde auf Initiative des Fördervereins mit Mitteln der NRW-Stiftung gerettet und wird von ihm seitdem betreut. Aus praktischen Erwägungen heraus ist er jedoch in das Eigentum der Stadt Wuppertal übergegangen.Die Schleifkotten und Hämmer konnten in der Regel nicht in den Ortsmittelpunkten liegen, sondern mussten sich an den abwärts liegenden Bächen ansiedeln, um die Kraft des strömenden Wassers zu nutzen. Nicht nur die Arbeitskräfte hatten längere Wege, sondern alle Rohlinge und fertigen Werkzeuge mussten zu Fuß oder mit Pferden transportiert werden. Die in der Eifel gewonnenen und behauenen Sandsteine zum Schleifen mussten mit Pferdefuhrwerken an Mosel und Rhein geschafft werden, mit Schiffen übersetzen oder weiter transportiert und wieder mit Fuhrwerken in die bergischen Wälder gebracht werden. Als die Eisenbahn gebaut wurde, mussten die meist über eine Tonne wiegenden Sandsteine nur noch per Fuhrwerk zu und von den Bahnhöfen an- und abtransportiert werden.
Als die Sandsteine wegen der Staublungengefahr in den 1930er Jahren verboten wurden, konnten die in der Nähe gefertigten Kunst-Schleifsteine mit LKWs gefahren werden. Aber auch Geräte und Werkzeuge mussten bis zum Ersten Weltkrieg per Pferdefuhrwerk oder Schlitten transportiert werden. Dazu kommt, dass die Halbselbständigen, die stundenweise zum Schleifen in den Kotten kamen, ihre Rohlinge und fertigen Werkstücke auf dem Rücken hinunter zum Kotten und hinauf ins „Dorf“ trugen. Heute ist es sicher so, dass wegen der abgelegenen Lage solcher Kotten eine „Laufkundschaft“ zur Besichtigung des Industriedenkmals und seiner im Obergeschoss gelegenen Nass-Schleifer-Ausstellung geringer ist.

Bergische Museumsbahnen e.V., Foto: Michael Malicke

Bergische Museumsbahnen e.V., Foto: Michael Malicke

Bergische Museumsbahnen e.V.

Bergische Museumsbahnen e.V.

Februar 2021

Seit über 50 Jahren erinnert der Verein an die elektrische Mobilität der Bergischen Region. Historische Straßenbahnen, alle mindestens 60 Jahre alt, fahren jeden zweiten und vierten Sonntag von April bis Oktober von der Stadtgrenze an der Wupper zu Solingen hinauf durch das romantische Kaltenbachtal bis nach Cronenberg. An der Strecke befindet sich der historische Manuelskotten, wo heute noch große Messer geschliffen werden und der an den Fahrtagen besichtigt werden kann. Am oberen Endpunkt der Tour lädt das Naturfreundehaus zu einer Rast ein.
In Deutschlands kleinstem Straßenbahnbetrieb kann man noch den Fahrer an der Kurbel beobachten und der Schaffner kommt wie früher zum Fahrgast im Inneren des Wagens. Die Glocke ertönt und die Motoren summen – so konnte man viele Jahrzehnte im Bergischen und den angrenzenden Regionen umweltfreundlich und bequem sein Ziel erreichen.

Der Verein präsentiert in seiner Wagenhalle in der Kohlfurth zahlreiche Exponate und weitere Trams, die noch auf eine Aufarbeitung warten. Es werden 23 an den Fahrtagen Führungen über das Gelände angeboten.
Technikfreaks und Heimatfreunde finden im „Bücherwagen“ im Eingangsbereich viel Literatur und Souvenirs.
Zweitältester Wagen und ein wahres Schmuckstück ist die Tram 94 der Barmer Bergbahn mit dem Baujahr 1928. Triebwagen 105 von den Wuppertaler Stadtwerken ist noch ein Jahr älter und war früher regelmäßig zwischen Wuppertal und Solingen im Einsatz. Weitere Fahrzeuge stammen aus dem Ruhrgebiet und Hagen und von der Rheinischen Bahngesellschaft.

Zentrum für verfolgte Künste

Zentrum für verfolgte Künste

Zentrum für verfolgte Künste Solingen

Zentrum für verfolgte Künste Solingen

Februar 2021

Das Museum Zentrum für verfolgte Künste ist ein Institut für Menschen, deren künstlerische Entfaltung von den Diktaturen des letzten Jahrhunderts und bis in die Gegenwart hinein durch Terror und Gewalt blockiert, verhindert und vernichtet wurde. Es setzt sich auseinander mit sämtlichen Kunstformen, die die politischen und gesellschaftlichen Ereignisse seit 1914 spiegeln.

Neben Veranstaltungen vor Ort ist das Zentrum deutschlandweit und international vertreten. 2020 widmete es sich der erinnerungskulturellen Arbeit u.a. mit der Organisation und Betreuung der Ausstellung David Olère. Überlebender des Krematoriums III des Deutschen Bundestages in Zusammenarbeit mit dem Staatlichen Museum Auschwitz-Birkenau zum 75. Jahrestag der Befreiung des Konzentrationslagers Auschwitz-Birkenau in enger Kooperation u.a. mit dem Rundfunk Berlin Brandenburg und dessen Projekt „Auschwitz und ich“. 2020 wurde zudem die Online-Ausstellung „7 Places – Sieben Orte“ in Deutschland gestartet, welche in Kooperation mit der UNO (Holocaust and the United Nations Outreach Programme of the Department of Global Communications, United Nations) entstand und am 9. November 2020 unter anderem vom deutschen Außenminister Heiko Maas eröffnet wurde (www.7places.org).

In der vielfältigen Dauerausstellung vor Ort in Solingen erleben Besucherinnen und Besucher echte Entdeckungen vor allem in den Bereichen der bildenden Künste und der Literatur. Ergänzt wird diese um zahlreiche Wechselausstellungen, die den historischen Blick um gegenwärtige Perspektiven ergänzt oder Aspekte der permanenten Ausstellung vertieft und kontextualisiert.

eisenbahn-und-heimatmuseum-erkrath-Hochdahl

Eisenbahn- und Heimatmuseum Erkrath-Hochdahl e.V.

Eisenbahn- und Heimatmuseum Erkrath-Hochdahl e.V.

Februar 2021

Schon 1838 war auf der ersten Eisenbahnstrecke in Westdeutschland „alles in Bewegung“. Die Eröffnung der Bahnstrecke am 20. Dezember 1838 von Düsseldorf bis Erkrath brachte eine neue Mobilität.

Am 3. September 1841, dem Tag der Eröffnung bis Elberfeld, war der Publikumsandrang derart groß, dass es „bis zum nächsten Morgen dauerte, bis wir die letzten Elberfelder nach Hause gebracht hatten“, so der Erbauer der Strecke, Oberingenieur Friedrich Eduard Wiebe.
Die Strecke zwischen Erkrath und Hochdahl weist als Besonderheit eine starke Steigung auf. Das Gelände steigt hier erheblich an, ca. 82 Meter auf etwa 2,5 Kilometer Länge. Technisch wurde das ab 1841 dadurch gelöst, dass die Züge an einem Seil den Berg hochgezogen wurden. Die Steilrampe Erkrath-Hochdahl war bis 1981 die steilste Hauptstrecke Europas.

Der Eisenbahnbau hatte große Auswirkungen auf die Orte an der Steilrampe. Erkrath hatte zu Beginn des Eisenbahnbaus rund 700 Einwohner, Hochdahl als Ort wurde erst durch die Eisenbahn geschaffen. Ohne die Eisenbahn hätte sich Erkrath kaum vom Dorf zur Stadt entwickelt.

Im Museum werden die Geschichte, der Bau, die technischen Besonderheiten des Seilzugbetriebs und den damit zusammenhängenden Fragen anschaulich dargestellt. Andere eisenbahntypische Exponate sind im Schottereck ausgestellt oder an der historischen Fahrkartenausgabe erlebbar. Auf dem Lokschuppengelände können Fahrzeuge, also Lokomotiven und Wagen besichtigt werden. Dazu kommt das Ambiente eines historischen Bahnsteigs. Ein Bahnladen bietet selbst herausgegebene Bücher und viele antiquarische Sachen an.

Das Museum ist jeden vierten Sonntag in den Monaten April bis Oktober geöffnet. Heimstätte des Museums ist der 1864 gebaute und unter Denkmalschutz stehende Lokschuppen. Durch sehr aufwendige Sanierungsarbeit wurde dieser umfangreich restauriert.

Im Mai 1999 wurde das Museum eröffnet. Der Lokschuppen Hochdahl ist als Ort kultureller Veranstaltungen sehr bekannt.
Jedes Jahr im Herbst finden Modellbahntage im historischen Lokschuppen statt. Hinter den Schuppentoren sind liebevoll gebaute Eisenbahnanlagen aus der Region zu bestaunen.
Ein Highlight ist seit mehr als 20 Jahren der Weihnachtsmarkt.

Im Lokschuppen gibt es auf einem vorweihnachtlichen Markt Handwerkliches und viele Geschenkideen und rund um den historischen Bahnsteig allerlei Leckeres wie Glühwein, Bratwurst, Kaffee und Kuchen.
Tipp: Wer einen Museumstag verpasst, kann samstags zwischen 10 und 14 Uhr in der Wartungshalle beim Restaurieren von Fahrzeugen zuschauen und Fragen stellen.

Konsumgenossenschaft Vorwärts Münzstraße e.V.

Konsumgenossenschaft Vorwärts Münzstraße e.V.

Konsumgenossenschaft Vorwärts Münzstraße e.V.

Konsumgenossenschaft Vorwärts Münzstraße e.V.

Februar 2021

Der Förderverein der ehemaligen Konsumgenossenschaft VORWÄRTS hat es sich als Partner von Schulen und Universitäten, von Lehrenden und Lernenden sowie im Austausch mit der Öffentlichkeit zur Aufgabe gemacht, die ehemalige Genossenschaftszentrale im Herzen Barmens als außerschulischen Lern- und Erinnerungsort zu entwickeln und zugänglich zu machen.

Erbaut ab 1904, ist der Gebäudekomplex in der Münzstraße in Wuppertal ein eindrucksvolles Denkmal der bergischen Industrie-, Wirtschafts- und Sozialgeschichte.
Viele Spuren der Stadtgeschichte sind erhalten geblieben. Nach dem Auszug der Konsumgenossenschaft 1931 wurden die Gebäude als Gefangenenlager der SA (1933-36), als Wehrmachtskaserne (1936-43), als Lebensmittelgroßhandlung (1943-53) und nach dem Zweiten Weltkrieg und den postjugoslawischen Kriegen (1953-61 und ab 1991) als Flüchtlingslager genutzt.

Unsere Dauerausstellung „Mit uns zieht die neue Zeit“ zur Geschichte der Konsumgenossenschaften im Rheinland zwischen 1900 und 1918 bildet den Ausgangspunkt für thematische stadthistorische Rundgänge durch das Gebäude und die Nachbarschaft auf dem Sedansberg. Wir veranstalten ein vielfältiges Programm und öffnen unsere Türen nach Voranmeldung auch gerne für Schulklassen und Lerngruppen jeder Art.

Blick in den Zeittunnel Wülfrath

Zeittunnel Wülfrath

Zeittunnel Wülfrath

Zeittunnel Wülfrath

Februar 2021

Erleben Sie im Zeittunnel Wülfrath eine Reise durch die Erd- und Industriegeschichte bis zur Gegenwart mit dem Kalksteinabbau in Wülfrath!

Sie besuchen ein Industriedenkmal der Kalksteinindustrie: In einem 160 Meter langen Tunnel, durch den einst der Kalkstein aus dem Bochumer Bruch zu den Verarbeitungsanlagen transportiert wurde, werden heute rund 400 Millionen Jahre Erdgeschichte multimedial dargestellt.

Die Ausstellung im Zeittunnel wurde 2018 modernisiert. Jedes Erdzeitalter wird in einer Ausstellungseinheit vorgestellt. Das Klima, die Verteilung der Kontinente, die Tier- und Pflanzenwelt werden kurz erläutert und in Filmen gezeigt. Ein neuer Ausstellungsteil präsentiert die Geschichte der Kalkindustrie vom Handabbau bis hin zur modernen Abbautechnik.

Am Ende des Tunnels erwartet Sie ein spektakulärer Ausblick in den Bochumer Bruch. Es gibt ein umfangreiches Programm für Schulklassen und Kindergruppen. Die Kindergeburtstage am Zeittunnel sind der „Renner“, egal ob Dino-Party, Steinreich-Geburtstag oder Geo-Party. Für die Kinder gibt es draußen einen Sandkasten mit Halbedelsteinsplittern und einen Klopfplatz.


In der Saison (Frühjahr bis Herbst) bietet der Zeittunnel ein umfangreiches Veranstaltungsprogramm an.

Neben öffentlichen Führungen gibt es regelmäßig Exkursionen und naturkundliche Vorträge zu Fledermäusen und Uhus sowie Werksführungen bei der Firma Lhoist, Hersteller von Kalk- und Dolomiterzeugnissen. Der Vorplatz des Zeittunnels ist ein Treffpunkt für Jung und Alt. Tunnelkino, Apfelfest, Sommertheater und Trödelmärkte finden hier statt. Auf der großen offenen
Bühne finden Konzerte von Chormusik bis Rock in Zusammenarbeit mit den Wülfrather Musikvereinen statt. Darüber hinaus kann der Tunnel und Veranstaltungsflächen gemietet werden. Im Museumsshop werden Spielzeug, Mineralien, Fossilien, Erlebnisführer sowie Getränke und Snacks angeboten. Das Tunnelcafé hat an den Wochenenden und Feiertagen geöffnet und bietet u.a. selbstgemachte Kuchen an.

Der Zeittunnel liegt direkt am Panoramaradweg und ist daher auch ideal für eine Pause zwischendurch!

Bergische Kaffeetafel im Niederbergischen Museum Wülfrath

Niederbergisches Museum Wülfrath

Niederbergisches Museum Wülfrath

Februar 2021

Herzlich Willkommen im Niederbergischen Museum! Wollen Sie erfahren, wie Menschen im Bergischen Land im 18. und 19. Jahrhundert gelebt und gearbeitet haben? Diese Geschichten verbergen sich hinter den Türen des Museums, das 1913 erstmals öffnete. Ein Rundgang führt durch die regionale Erd- und Frühgeschichte in die bäuerliche Wohn- und Arbeitswelt. Mobiliar und Alltagsgegenstände bilden den Schwerpunkt der Sammlung. Diese wird ohne Distanz zum Besucher in den Ausstellungsräumen präsentiert.

In der Backstube kommt der Besucher ins Schmunzeln, wenn er erfährt, welchem Hilfsmittel sich die Bäuerinnen bedienten, um die große Menge Teig für das Brot der kommenden Woche nicht selbst verkneten zu müssen.

Das Kaminzimmer mit Vitrinen, Schöttelborden, Eichentruhen und Standuhr lädt heute wie früher zur Bergischen Kaffeetafel mit allem „Dröm und Dran“ ein. Das Glanzstück der Kaffeetafel ist und war die bauchige Kaffeekanne aus Zinn mit einem Kränchen, „die Dröppelmina“. Das Besondere daran ist, dass die Kanne nicht zur Tasse kommt, sondern die Tasse zur Kanne. Übrigens: Hätten Sie gedacht, dass die Dröppelmina gar nicht bergischen Ursprungs ist? Mit spannenden Erzählungen und über alle Sinne wird die Geschichte der Bergischen Kaffeetafel in geselliger Runde bei uns erlebbar gemacht.

Der Rundweg führt weiter über das Schlafzimmer. Dort gibt es Aufschluss darüber, wie man sich bettete, was unbedingt unter dem Bett stehen musste und wozu die Ablage am Kopfende des Bettes diente. Weiter gibt es die Hausweberei zu entdecken, die das Textilhandwerk der Region prägte, und die Zinngießerei, in der heute noch zu besonderen Anlässen Zinngegenstände gegossen werden. Daneben werden die historischen und modernen Abbaumethoden der aufstrebenden Kalkindustrie Mitte des 20. Jahrhunderts gezeigt.

Der Rundgang führt Sie durch die regionale Erd- und Frühgeschichte, in die bäuerliche Wohn- und Arbeitswelt und zeigt zum Beispiel, wie auf den Höfen Brot gebacken wurde und welcher Hilfsmittel man sich dabei bediente. Die Zutaten für den Brotteig kamen in eine Backkiste. Da die Menge zu groß war, um sie mit den Händen verkneten zu können, holte man sich Hilfe durch einen Teigtreter, der die Aufgabe hatte, die Masse aus Rohprodukten mit den Füßen zu einem geschmeidigen Teig zu vermengen.

Auch für Kinder gibt es vieles zu sehen. Als Detektive können sie sich auf Entdeckungsreise durch die zwei Stockwerke des Museums begeben, um ein Quiz oder Mäuse-Suchspiel zu lösen. Verbringen Sie gemeinsam einen erlebnisreichen Nachmittag bei uns im Museum!
Die beliebte Kaffeetafel (auf Anfrage) lockt regelmäßig Besuchergruppen in unsere gemütlichen Räumlichkeiten. Neben öffentlichen Führungen und einem Kinderprogramm bieten die Räume und der Innenhof ein schönes Ambiente für Konzerte, Theater, Vorträge oder standesamtliche Trauungen.

Foto oben: TV Niederbergisches Museum Wülfrath e.V., Uli Erbach