LVR-Freilichtmuseum Lindlar

LVR-Freilichtmuseum-Lindlar
LVR-Freilichtmuseum-Lindlar

Anschrift

Besucherasdresse:
Lindlar Steinscheid
51789 Lindlar

Postadresse:
Unterheiligenhoven 5
51789 Lindlar

Kontaktmöglichkeiten

freilichtmuseum-lindlar@lvr.de
Tel. 0 22 66 – 47 19 20 (Kasse)
Tel. 0 22 66 – 9 01 00 (Verwaltung)

Infotelefon: Kulturinfo Rheinland
Tel. 0 22 34 – 99 21-555

LVR-Freilichtmuseum Lindlar

Historische Gebäude, alte Handwerkstechniken und eine rekonstruierte Kulturlandschaft: Das 1998 eröffnete LVR-Freilichtmuseum Lindlar zeigt das Leben
und Arbeiten der Menschen im Bergischen Land in den letzten drei Jahrhunderten. Wohnhäuser, Scheunen und Werkstätten wurden an ihren einstigen Standorten
abgebaut und auf dem rund 30 Hektar großen Museumsgelände wiedererrichtet. Hausgärten und Streuobstwiesen sind ebenso Teil der Präsentation wie Äcker, Wiesen und Weiden. Ihre Bewirtschaftung erfolgt in anstrengender Handarbeit, mit  Pferdegespannen und Traktoren. In Ställen und Freigehegen werden vom Aussterben bedrohte Nutztierrassen wie das Deutsche Weideschwein oder die Bergischen Landhühner gehalten. Einmalig ist die Einbeziehung der Landschaft in das Museumskonzept: Das Lingenbachtal wurde unter großem Aufwand in seinen archivalisch überlieferten Zustand um 1900 zurückgeführt und so selbst zum Ausstellungsstück.

Das Gelände gliedert sich in vier Baugruppen: Auf Hof zum Eigen wird das Leben der Landbevölkerung um 1800 dokumentiert, in Oberlingenbach die Entwicklungen des Industriezeitalters um 1900 dargestellt und im Weiler Steinscheid die Zeit vom Ende des Zweiten Weltkriegs bis in die 1960er Jahre erlebbar gemacht. In der neuen Baugruppe Am Mühlenberg werden etwa Forstwirtschaft, kleinteilige Landwirtschaft und Steinhauergewerbe thematisiert. Im Museum spiegelt sich das Leben unterschiedlicher sozialer Schichten: Während die Arbeiterfamilie im Kleinstwohnhaus aus Hilden beengt auf rund 40 Quadratmetern lebte, residierte die Kaufmannsfamilie in Gut Dahl aus Wülfrath auskömmlich auf über 200 Quadratmetern.

Das Motto „Global denken – lokal handeln“ verdeutlicht den Vermittlungsauftrag des Museums. Im Rahmen von Ausstellungen und pädagogischen Angeboten wird der Lebensalltag der Besuchenden kritisch reflektiert. Wollten Sie schon immer einmal Ihren Garten landschaftstypisch gestalten, mit Wildkräutern kochen oder das Schmiedehandwerk kennenlernen? Unsere Seminar- und Veranstaltungsprogramme bieten spannende Angebote zu vielen Themen und für alle Altersklassen. Für Kindergärten, Schulklassen oder den Betriebs- und Vereinsausflug gibt es umfangreiche museumspädagogische Programme zum Mitmachen.
Die Herberge in Gut Dahl lädt zum Übernachten und intensiven Kennenlernen des Museums ein.