LVR-Freilichtmuseum Lindlar

Luftbild LVR-Freilichtmuseum Lindlar. Foto: Solomia Kratsylo/FML
LVR-Freilichtmuseum-Lindlar
LVR-Freilichtmuseum-Lindlar

Anschrift

LVR-Freilichtmuseum Lindlar
Lindlar-Steinscheid
51789 Lindlar

Kontaktmöglichkeiten

freilichtmuseum-lindlar@lvr.de
Tel. 0 22 66 – 47 19 20 (Kasse)
Tel. 0 22 66 – 90 10 0 (Verwaltung)

„Rollende Reklame“ – Fahrzeugwerbung von 1950 bis 1970

Klaus Rabe/LVR-FLM

Fotoausstellung
Juli bis November 2021

Mit dem „Wirtschaftswunder“ setzt in der Bundesrepublik eine große Welle der Mobilität ein. In den 1950er Jahren investieren viele lokale Einzelhändler in erste eigene Transportfahrzeuge, etwa „Rundfunk Weller“ aus Gummersbach oder „Nähmaschinen König“ aus Vollmerhausen. Um die kreative Werbung von dem VW-Bulli, dem Tempo, dem DKW oder dem Ford kümmert sich im Oberbergischen die Firma „Neon Lichtwerbung Rolf Brüggen“ aus Gummersbach.
Ursprünglich 1922 als „Schilder Sohn“ gegründet, stellt der Betrieb bis heute mit rund 15 Mitarbeitenden unter dem Namen „Neon Brüggen“ in Bomig bei Wiehl als Fachbetrieb für Werbeanlagen neben Schilder- und Leuchtreklamen noch immer Fahrzeugbeschriftungen her.

Die Fotoausstellung zeigt in der Zehntscheune des Museums eine Auswahl von Fahrzeugaufnahmen aus dem Archiv des Unternehmens.

LVR-Freilichtmuseum Lindlar

Historische Gebäude, alte Handwerkstechniken und eine rekonstruierte Kulturlandschaft: Das 1998 eröffnete LVR-Freilichtmuseum Lindlar zeigt das Leben und Arbeiten der Menschen im Bergischen Land in den letzten drei Jahrhunderten. Über 30 Wohnhäuser, Scheunen und Werkstätten wurden an ihren einstigen Standorten abgebaut und auf dem rund 30 Hektar großen Museumsgelände wiedererrichtet.
Hausgärten und Streuobstwiesen sind ebenso Teil der Präsentation wie Äcker, Wiesen und Weiden. Ihre Bewirtschaftung erfolgt in anstrengender Handarbeit mit Pferdegespannen und Traktoren. In Ställen und Freigehegen werden vor dem Aussterben bedrohte Nutztierrassen wie das deutsche Weideschwein oder die Bergischen Kräher gehalten. Einmalig ist die Einbeziehung der Landschaft in das Museumskonzept: Das Lingenbachtal wurde unter großem Aufwand in seinen archivalisch überlieferten Zustand um 1900 zurückgeführt und so selbst zum Ausstellungsstück.

Das Gelände gliedert sich in vier Baugruppen: Auf Hof zum Eigen wird das Leben der Landbevölkerung um 1800 dokumentiert, in Oberlingenbach die Entwicklungen des Industriezeitalters um 1900 dargestellt und im Weiler Steinscheid die Zeit vom Ende des Zweiten Weltkriegs bis in die 1960er Jahre erlebbar gemacht.
In der neuen Baugruppe Am Mühlenberg werden etwa Forstwirtschaft, kleinteilige Landwirtschaft und Steinhauergewerbe thematisiert. Im Museum spiegelt sich das Leben unterschiedlicher sozialer Schichten wider: Während die Arbeiterfamilie im Kleinstwohnhaus aus Hilden beengt auf rund 40 Quadratmetern lebte, residierte die Kaufmannsfamilie in Gut Dahl aus Wülfrath auskömmlich auf über 200 Quadratmetern.

Das Motto „Global denken – lokal handeln“ verdeutlicht den Vermittlungsauftrag des Museums. Im Rahmen von Ausstellungen und pädagogischen Angeboten wird der Lebensalltag der Besuchenden kritisch reflektiert. Wollten Sie schon immer einmal Ihren Garten landschaftstypisch gestalten, mit Wildkräutern kochen oder das Schmiedehandwerk kennenlernen?
Unsere Seminar- und Führungsprogramme bieten spannende Angebote zu vielen Themen und für alle Altersklassen.

Foto oben: Luftbild LVR-Freilichtmuseum Lindlar. Foto: Solomia Kratsylo/FML