Kalkhammer
Foto: Zeittunnel Wülfrath

Kalkhammer

Der Hammer wurde im Kalksteinbruch eingesetzt, um die großen Kalksteine – die Knäpper, die nach der Sprengung das sogenannte  „Haufwerk“ bildeten – zu zerschlagen. In der Zeit vor dem Presslufthammer mussten die großen Steine, die nicht in die Loren zum Abtransport getragen werden konnten, mit so einem Hammer zerteilt werden.

Dieser Hammer gehörte Helmut Müller, der nach dem Zweiten Weltkrieg aus der Moselregion nach Wülfrath kam und in den Kalksteinbrüchen arbeitete, weil zu der Zeit noch viel Handarbeit gebraucht wurde. Er hat noch vor einigen Jahren auf dem „Klopfplatz“ am Zeittunnel Wülfrath für die Kinder einen großen Kalkstein mit drei Schlägen zerteilt, so dass er hätte aufgeladen werden können. Der Hammer wiegt 10,2 kg und eine Schicht dauerte ca. 10 Stunden. Im Original hat er einen Haselstiel – damit vibrierte der Stiel und nicht die Arme, denn sonst hätten die Arbeiter die Schicht nicht durchgehalten.


Jetzt steht der Hammer in der neuen Dauerausstellung im Zeittunnel Wülfrath, der zum stillgelegten Steinbruch „Bochumer Bruch“ führt und durch den die Loren mit dem Kalkstein zur Weiterverarbeitung transportiert wurden.
  

Andrea Gellert