Ansicht vom „Mäuerchen“, Elberfeld, 1860
Foto: Historisches Zentrum Wuppertal

Ansicht vom „Mäuerchen“, Elberfeld, 1860

Die Aufnahme zeigt eine Ansicht vom „Mäuerchen“ in Elberfeld mit einem Teil der Schlossbleiche im Vordergrund aus dem Jahre 1860 zu einer Zeit, als es die Schwebebahn über der Wupper noch nicht gab. 

Auf der linken Wupperseite steht das Gebäude der Manufaktur Johann Simons Erben, einem Betreiber für mechanische Webstühle. Johann Simons (1735-1789), der aus dem Raum Krefeld nach Elberfeld gekommen war, hatte die Firma um 1760 gegründet. Um 1875 war sie mit 710 Beschäftigten die größte Firma im Tal. Um 1900 erwarb die Stadt Elberfeld das Fabrikgelände. Hier entstand unter anderem das 1906 eröffnete Thalia-Theater und die Industrie- und Handelskammer.

Die etwa in der Bildmitte erkennbare Simonssche Brücke über die Wupper zum Islandufer entspricht in etwa dem heutigen Bismarcksteg. Im Hintergrund sind die Türme der St. Laurentiuskirche erkennbar, der ersten katholischen Kirche in Elberfeld nach der Reformation, die von 1828 bis 1832 am Laurentiusplatz im Luisenviertel erbaut wurde.

 
Diese und viele andere Geschichten erzählt die Sonderausstellung des Historischen Zentrums Wuppertal „Friedrich Engels – Ein Gespenst geht um in Europa„, zu sehen vom 29. März bis 20. September 2020 in der Kunsthalle Barmen.