Wilhelm-Fabry-Museum Hilden

Wilhelm-Fabry-Museum Hilden, Foto: Peter Siepmann
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Anschrift

Wilhelm-Fabry-Museum
Benrather Straße 32a
40721 Hilden

Kontaktmöglichkeiten

wilhelm-fabry-museum@hilden.de
Tel. 0 21 03 – 59 03

Ausstellung: Kunst und Medizin II – Die Sammlung Murken. 5. Februar bis 14. Mai 2023

Plakat zur Ausstellung Ausstellung Kunst und Medizin II – Die Sammlung Murken. Foto: Sammlung Axel Murken_MUR000035 Christa Murken, Fridas pain, seen by Magritte, 2005.
Plakat zur Ausstellung Ausstellung Kunst und Medizin II – Die Sammlung Murken. Foto: Sammlung Axel Murken_MUR000035 Christa Murken, Fridas pain, seen by Magritte, 2005.

Das erfolgreiche Ausstellungsformat „Kunst und Medizin“ geht in die zweite Runde, denn die Sammlung des Wilhelm-Fabry-Museums ist erneut gewachsen. Der enommierte Arzt, Medizin- und Kunsthistoriker Prof. Dr. med. Dr. phil. Axel Hinrich Murken hat einen weiteren Teil seiner umfassenden Kunstsammlung, mit Schwerpunkt Medizingeschichte, an das Wilhelm-Fabry-Museum gegeben.

Zu Hilden hat Murken einen besonderen Bezug, da sich Prof. Dr. med. Dr. h.c. Hans Schadewaldt mit Murken gemeinsam bereits Ende der 1970er-Jahre für ein neues medizinhistorisches Museum eingesetzt hat. Axel Hinrich Murken war bis zu seiner Pensionierung 2003 Direktor des Instituts für Geschichte der Medizin und des Krankenhauswesens am Universitätsklinikum Aachen. Der approbierte Arzt entschied sich für die wissenschaftliche Laufbahn und verfasste neben der Lehre zahlreiche Fachbücher über Kunst und Medizin – einige davon zusammen mit seiner Frau, der Kunsthistorikerin und Künstlerin Dr. phil. Christa Murken. Mit ihr gründete er 1976 auch den Verlag Murken-Altrogge.

Das Wilhelm-Fabry-Museum, benannt nach dem Begründer der modernen Chirurgie in Deutschland, besitzt in seiner Sammlung historische Bücher zur Medizin, chirurgische Instrumente, Grafiken und Gemälde zum Thema Kunst und Medizin. Mit den über 50 Neuzugängen, zu denen Magazine, Plakate, Drucke und Gemälde zählen, vervollständigt sich der Blick auf Medizin- und Kunstgeschichte. So etwa in dem berühmten Plakat „Der Mensch als Industriepalast“: In der Darstellung von 1926 erklärte Dr. Fritz Kahn den menschlichen Körper. Die Düsseldorfer Malerin Simone Letto zeigt in ihrer typischen Manier, einzelne Szenen in einem Bild zu vereinen, Operationsdarstellungen. Und die Malerin Christa Murken kombiniert in einer surrealen Umsetzung das ikonische Selbstbildnis von Frida Kahlo, das sie zusammen mit dem Porträt ihres Chirurgen Doktor Farill zeigt, nun mit dem Bildnis des Arztes von Vincent van Gogh, Dr. Gachet. Jedes einzelne Bild erzählt eine komplexe Geschichte oder schlägt ein weiteres Kapitel der Medizingeschichte auf. Diese Geschichten und wissenschaftlichen Erkenntnisse werden in der Ausstellung „Kunst und Medizin II“ vorgestellt.


RAHMENPROGRAMM

  1. Februar und 22. April, jeweils 14 Uhr
    Kinderthementag mit der Hildener Feuerwehr und der Schauspielerin Anja Herbertz. Kunst, Medizin und ein Krankenwagen im Museum (4 €)
  2. März, 19 Uhr
    Kuratorenführung durch die Ausstellung (3 €)
  3. März, 19:30 Uhr
    „Ärzte, Patienten und andere Alltagskatastrophen“. Lesung mit der Schauspielerin Anja Herbertz (5 € / 2,50 € ermäßigt)
  4. März, 19:30 Uhr
    Frauensache! Die Tätigkeit von Hebammen und Gemeindeschwestern im Bergischen Land. Petra Dittmar & Dr. Martina Gaß (5 € / 2,50 € ermäßigt)
  5. April, 19:30 Uhr
    Medizin in der Kunst. Ein Themenabend zum 70. Geburtstag des Düsseldorfer Künstlers Rüdiger Kramer (5 € / 2,50 € ermäßigt)
  6. April, 19:30 Uhr
    BILD-Geschichten sammeln, pflegen und erforschen. Themenabend mit dem Restaurator Volker Esser und Sandra Abend (5 € / 2,50 € ermäßigt)

Um Anmeldung wird gebeten: wilhelm-fabry-museum@hilden.de oder 02103/5903

Wilhelm-Fabry-Museum Hilden

Namensgeber für das Museum ist Wilhelm Fabry (1560–1634), Wundarzt und Begründer der modernen Chirurgie. Wilhelm Fabry ist der berühmteste Hildener und seine außergewöhnliche Persönlichkeit ist Programm für ein Haus, in dem Arzt und Patient, Diagnose und Therapie, Krankheit und Heilung im Zentrum stehen. In Wechselausstellungen zeigt das Museum Präsentationen mit den Schwerpunkten Medizin, Wissenschaft und Forschung, häufig auch von Künstlerinnen und Künstlern interpretiert.

Das Museum liegt etwas verborgen am Rand des Stadtzentrums. Doch wer einmal den Weg hierhin gefunden hat, wird durch einen ungewöhnlichen Ausstellungsort belohnt, der sich neben der Kunst und Medizin noch einem weiteren interessanten stadtgeschichtlichen Aspekt widmet. In der denkmalgeschützten historischen Brennerei wurde von 1864 bis 1979 ein breites Angebot von Spirituosen erzeugt. Mit der 1887 eingebauten Dampfmaschine, gefertigt von der ehemaligen Hildener Maschinenfabrik Kirberg & Hüls, ist die vollständig erhaltene Brennerei ein einzigartiges Industriedenkmal im Rheinland.

In der Kinder- und Jugendartothek „Bildwechsel“ können Hildener Kinder und Jugendliche aller Altersgruppen im Wilhelm-Fabry-Museum Kunstwerke ausleihen – mit der Familienkarte sogar kostenfrei.
Der Bestand umfasst mittlerweile über 300 Bilder und wird ständig erweitert. Zur Auswahl stehen originale Bilder und Kunstdrucke. Auch auswärtige Schulen oder Jugendeinrichtungen können Termine für Bildbetrachtungen, Führungen und Malaktionen buchen.