Wilhelm-Fabry-Museum Hilden

Wilhelm-Fabry-Museum Hilden, Foto: Peter Siepmann
Logo Wilhelm Fabry-Museum Hilden

Anschrift

Wilhelm-Fabry-Museum
Benrather Straße 32a
40721 Hilden

Kontaktmöglichkeiten

wilhelm-fabry-museum@hilden.de
Tel. 0 21 03 – 59 03

Ausstellung: Eingebrannt – Die Geschichte über ein Foto, das jeder kennt: Das „Napalm-Mädchen“ von Nick Út, 8. Juni bis 30. Oktober 2022

Nick Ut, 2012 im New Yorker Bildarchiv der Nachrichtenagentur AP. In der Hand hält der amerikanisch-vietnamesische Fotograf das Originalnegativ des legendären Fotos vom Napalm-Mädchen. Er nahm dieses Foto in Trang Bang, Süd-Vietnam am 8. Juni 1972, genau vor 50 Jahre auf. Das Hildener Wilhelm-Fabry-Museum zeigt aus diesem Anlass die von Michael Ebert kuratierte Ausstellung „Eingebrannt – Die Geschichte eines Fotos, das jeder kennt“. Das Napalm-Mädchen ist vielleicht das bekannteste Kriegsfoto aller Zeiten, es ist seit seiner Entstehung unzählige Male publiziert worden. Foto: Michael Ebert
Nick Ut, 2012 im New Yorker Bildarchiv der Nachrichtenagentur AP. In der Hand hält der amerikanisch-vietnamesische Fotograf das Originalnegativ des legendären Fotos vom Napalm-Mädchen. Er nahm dieses Foto in Trang Bang, Süd-Vietnam am 8. Juni 1972, genau vor 50 Jahre auf. Das Hildener Wilhelm-Fabry-Museum zeigt aus diesem Anlass die von Michael Ebert kuratierte Ausstellung „Eingebrannt – Die Geschichte eines Fotos, das jeder kennt“. Das Napalm-Mädchen ist vielleicht das bekannteste Kriegsfoto aller Zeiten, es ist seit seiner Entstehung unzählige Male publiziert worden. Foto: Michael Ebert

Am 8. Juni 1972 entsteht ein Foto, das um die Welt geht und unser Bild vom Vietnamkrieg, vielleicht sogar von allen Kriegen, verändert: Das Napalm-Mädchen von Nick Út, einem Vietnamesen, der für die Nachrichtenagentur Associated Press (AP) arbeitete. Es zeigt die schwer von Napalm verbrannte neunjährige Kim Phúc, die nackt aus ihrem umkämpften Dorf flieht. Seither steht dieses Pressefoto stellvertretend für die Greuel, unter denen besonders die Zivilbevölkerung in den modernen Kriegen leidet.

Am 8. Juni 2022, 50 Jahre später, erzählt die Ausstellung „Eingebrannt – Die Geschichte über ein Foto, das jeder kennt“ im Wilhelm-Fabry-Museum die Geschichte des Fotos, das sich im wahrsten Sinne des Wortes in das kollektive Bildgedächtnis eingebrannt hat.

Der Fotograf Nick Út erhielt 1973 den Pulitzer-Preis und wurde ein berühmter Fotograf. Das Opfer und den Fotografen verbindet seitdem eine enge persönliche Beziehung, denn Nick Út brachte die schwer verletzte Kim Phúc ins Krankenhaus und rettete damit ihr Leben. Damit begann eine bewegende Geschichte des Helfens und Heilens. Gleichzeitig war es auch eine Leidensgeschichte, denn Verbrennungen mit dem inzwischen verbotenen Kampfstoff Napalm sind folgenschwer.

Das alles ist ebenfalls umfassend dokumentiert und wird im Wilhelm-Fabry-Museum erstmalig in allen Facetten gezeigt. Zu sehen sind außerdem zahlreiche, teilweise unveröffentlichte Fotografien sowie Exponate wie Kameras, Bildübertragungsgeräte und persönliche Memorabilien. Sie erzählen die Geschichte eines Krieges, der wie kein anderer in den Medien präsent war, aber auch durch sie beeinflusst wurde.

Der Kurator Michael Ebert hat das Foto und seine Geschichte jahrelang erforscht. Er lehrt Fotojournalismus an der Hochschule Magdeburg. Eberts Arbeit stützt sich auf die persönlichen Aussagen und Erinnerungen aller noch lebenden Beteiligten sowie auf die minuziöse Auswertung des kompletten, noch vorhandenen Materials, darunter bislang völlig unbekannte Bilder.

Während der Laufzeit ist ein interessantes Rahmenprogramm geplant. Weitere Informationen auf www.wilhelm-fabry-museum.de.

Wilhelm-Fabry-Museum Hilden

Namensgeber für das Museum ist Wilhelm Fabry (1560–1634), Wundarzt und Begründer der modernen Chirurgie. Wilhelm Fabry ist der berühmteste Hildener und seine außergewöhnliche Persönlichkeit ist Programm für ein Haus, in dem Arzt und Patient, Diagnose und Therapie, Krankheit und Heilung im Zentrum stehen. In Wechselausstellungen zeigt das Museum Präsentationen mit den Schwerpunkten Medizin, Wissenschaft und Forschung, häufig auch von Künstlerinnen und Künstlern interpretiert.

Das Museum liegt etwas verborgen am Rand des Stadtzentrums. Doch wer einmal den Weg hierhin gefunden hat, wird durch einen ungewöhnlichen Ausstellungsort belohnt, der sich neben der Kunst und Medizin noch einem weiteren interessanten stadtgeschichtlichen Aspekt widmet. In der denkmalgeschützten historischen Brennerei wurde von 1864 bis 1979 ein breites Angebot von Spirituosen erzeugt. Mit der 1887 eingebauten Dampfmaschine, gefertigt von der ehemaligen Hildener Maschinenfabrik Kirberg & Hüls, ist die vollständig erhaltene Brennerei ein einzigartiges Industriedenkmal im Rheinland.

In der Kinder- und Jugendartothek „Bildwechsel“ können Hildener Kinder und Jugendliche aller Altersgruppen im Wilhelm-Fabry-Museum Kunstwerke ausleihen – mit der Familienkarte sogar kostenfrei.
Der Bestand umfasst mittlerweile über 300 Bilder und wird ständig erweitert. Zur Auswahl stehen originale Bilder und Kunstdrucke. Auch auswärtige Schulen oder Jugendeinrichtungen können Termine für Bildbetrachtungen, Führungen und Malaktionen buchen.