Eisenbahn- und Heimatmuseum Erkrath-Hochdahl e.V.

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Anschrift

Eisenbahn- und Heimatmuseum Erkrath-Hochdahl e.V.
Ziegeleiweg 1-3
40699 Erkrath

Kontaktmöglichkeiten

info@lokschuppen-hochdahl.de
Tel. 02 11 – 30 26 90 05

Ausstellung: Urlaub – Sonderzüge – Koffer – Fahrkarten, 25. Juli 2021

Eisenbahnund Heimatmuseum Erkrath-Hochdahl e.V.;
Eisenbahnund Heimatmuseum Erkrath-Hochdahl e.V.;

Ob zum Urlaub mit dem Reisebürosonderzug in die österreichischen Berge, an die oberitalienischen Seen oder an die Riviera/Adria? In der Ausstellung wird mit vielen Exponaten an die Zeit der Urlaubszüge von Hummel, Touropa, Scharnow und TUI erinnert. Reisekataloge zeigen die Vielfalt der Reiseziele im vergangenen Jahrhundert, die überwiegend mit dem Liegewagen angefahren wurden. Reiseatmosphäre vermittelt der klassische Kofferkuli mit vielen alten Koffern. Zum Reisen mit der Bahn gehört immer eine Fahrkarte. An der historischen Fahrkartenausgabe des Museums kann jeder erleben, wie man früher eine Fahrkarte kaufte. Diese klassischen Papp-Fahrkarten waren bis in die 1980er Jahre überall verbreitet.
Zur Ausstellung ist das Buch „Reisebürosonderzüge – Urlaub von Anfang an“ erhältlich.

Eisenbahn- und Heimatmuseum Erkrath-Hochdahl e.V.

Schon 1838 war auf der ersten Eisenbahnstrecke in Westdeutschland „alles in Bewegung“. Die Eröffnung der Bahnstrecke am 20. Dezember 1838 von Düsseldorf bis Erkrath brachte eine neue Mobilität.

Am 3. September 1841, dem Tag der Eröffnung bis Elberfeld, war der Publikumsandrang derart groß, dass es „bis zum nächsten Morgen dauerte, bis wir die letzten Elberfelder nach Hause gebracht hatten“, so der Erbauer der Strecke, Oberingenieur Friedrich Eduard Wiebe.
Die Strecke zwischen Erkrath und Hochdahl weist als Besonderheit eine starke Steigung auf. Das Gelände steigt hier erheblich an, ca. 82 Meter auf etwa 2,5 Kilometer Länge. Technisch wurde das ab 1841 dadurch gelöst, dass die Züge an einem Seil den Berg hochgezogen wurden. Die Steilrampe Erkrath-Hochdahl war bis 1981 die steilste Hauptstrecke Europas.

Der Eisenbahnbau hatte große Auswirkungen auf die Orte an der Steilrampe. Erkrath hatte zu Beginn des Eisenbahnbaus rund 700 Einwohner, Hochdahl als Ort wurde erst durch die Eisenbahn geschaffen. Ohne die Eisenbahn hätte sich Erkrath kaum vom Dorf zur Stadt entwickelt.

Im Museum werden die Geschichte, der Bau, die technischen Besonderheiten des Seilzugbetriebs und den damit zusammenhängenden Fragen anschaulich dargestellt. Andere eisenbahntypische Exponate sind im Schottereck ausgestellt oder an der historischen Fahrkartenausgabe erlebbar. Auf dem Lokschuppengelände können Fahrzeuge, also Lokomotiven und Wagen besichtigt werden. Dazu kommt das Ambiente eines historischen Bahnsteigs. Ein Bahnladen bietet selbst herausgegebene Bücher und viele antiquarische Sachen an.

Das Museum ist jeden vierten Sonntag in den Monaten April bis Oktober geöffnet. Heimstätte des Museums ist der 1864 gebaute und unter Denkmalschutz stehende Lokschuppen. Durch sehr aufwendige Sanierungsarbeit wurde dieser umfangreich restauriert.

Im Mai 1999 wurde das Museum eröffnet. Der Lokschuppen Hochdahl ist als Ort kultureller Veranstaltungen sehr bekannt.
Jedes Jahr im Herbst finden Modellbahntage im historischen Lokschuppen statt. Hinter den Schuppentoren sind liebevoll gebaute Eisenbahnanlagen aus der Region zu bestaunen.
Ein Highlight ist seit mehr als 20 Jahren der Weihnachtsmarkt. Im Lokschuppen gibt es auf einem vorweihnachtlichen Markt Handwerkliches und viele Geschenkideen und rund um den historischen Bahnsteig allerlei Leckeres wie Glühwein, Bratwurst, Kaffee und Kuchen.

Tipp: Wer einen Museumstag verpasst, kann samstags zwischen 10 und 14 Uhr in der Wartungshalle beim Restaurieren von Fahrzeugen zuschauen und Fragen stellen.