Zentrum für verfolgte Künste

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Schriftzug Zentrum für verfolgte Künste

Anschrift

Zentrum für verfolgte Künste
Wuppertaler Str. 160
42653 Solingen

Kontaktmöglichkeiten

info@verfolgte-kuenste.de
Tel. 0212 23374752 (Mo – Fr, 9-12 Uhr)

Barrierefreiheit

Zentrum für verfolgte Künste

Das Zentrum für verfolgte Künste ist ein Entdeckungsmuseum und widmet sich ausschließlich Künstler:innen, deren Entfaltungsmöglichkeiten und Werke durch die Diktaturen des letzten Jahrhunderts und totalitäre Regime bis in die Gegenwart hinein blockiert, verhindert und teils vernichtet wurden. Es ist ein gattungsübergreifendes Museum und erzählt in seiner Kunst- und Literatursammlung von verschollenen, verlorenen, kaum berücksichtigten Kunstwerken, Geschichten und Schicksalen.
 
Besonderen Schwerpunkt bildet das Schaffen von Künstler:innen, die zwischen 1933 und 1945 nationalsozialistisch verfolgt wurden. Die Zeichnungen und Bildcollagen von Else Lasker-Schüler sind beispielhaft für Kunstwerke, die lange Zeit nahezu in Vergessenheit geraten sind. Ihr Schicksal teilten viele Künstler:innen nach 1945. Unsere Dauerausstellung thematisiert dies anhand weiterer Akteur:innen: Lagerzeichnungen wie die von Carl Rabus, Leo Breuer und Eric Isenburger und deren Geschichten zeugen von dem damals erlebten Leid aber auch von künstlerischer Selbstermächtigung und Strategien des Überlebens. Andere Werke in der Sammlung erzählen vom Leben im Exil oder von künstlerischem Widerstand wie jene von Erich Mühsam, Ernst Toller, Irmgard Keun, Hugo Sonnenschein oder Mascha Kaléko. Eine Sammlung zeitgenössischer Werke zum Thema Flucht, Verfolgung und Widerstand verdeutlicht die Aktualität des Themas. Neben dem Bewahren, Erhalten, Vermitteln und Ausstellen ist die Forschung ein Schwerpunkt unserer Arbeit.
 
2025 feierte das Zentrum für verfolgte Künste sein zehnjähriges Bestehen. Mit viel beachteten Ausstellungen, ungewöhnlichen Kooperationen und engagierter Bildungsarbeit hat sich das Museum seitdem international etabliert.