Zentrum für verfolgte Künste Solingen

Zentrum für verfolgte Künste
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Anschrift

Zentrum für verfolgte Künste
Wuppertaler Straße 160
42653 Solingen

Kontaktmöglichkeiten

info@verfolgte-kuenste.de
Tel. 02 12 – 2 58 14 0

Ausstellung: 1929/1955. Die erste documenta und das Vergessen einer Künstler:innengeneration, 6. Mai bis 11. September 2022

Ausstellungsplakat 1929_1955 Zentrum für Verfolgte Künste

Mit der 15. Ausgabe der documenta steht Kassel im Sommer 2022 wieder im Rampenlicht. Bis heute gilt sie als eine der bedeutendsten wiederkehrenden Kunstausstellungen weltweit. Sie verschafft Künstler:innen Aufmerksamkeit und prägt ihre Karrieren. Wer an einer documenta teilnimmt, hat gute Chancen darauf, auch in Zukunft wahrgenommen, diskutiert und vermarktet zu werden. Diese Deutungsmacht wirft Fragen nach den kuratorischen Auswahlprozessen auf: Welche Personen, Institutionen und Umstände bestimmen darüber, wer zur documenta eingeladen wird und wer nicht?

Den Auftakt macht das Zentrum für verfolgte Künste in Solingen mit einer Schau, die aus den eigenen Sammlungsbeständen schöpft und sie um internationale Leihgaben ergänzt. Anhand von beinah 80 Werken unternimmt sie eine teilweise Rekonstruktion der „Vierten Großen Kunstausstellung“ 1929. Rund 30 Künstler:innen der Sammlung der Bürgerstiftung für verfolgte Künste waren damals in Kassel vertreten — auf der ersten documenta 1955 hingegen nur noch drei. Und das, obwohl beide Ausstellungen maßgeblich von Arnold Bode (1900-1977), dem Gründungsvater der documenta, gestaltet wurden.

Ein Forschungs- und Ausstellungsprojekt des documenta archivs und des Zentrums für verfolgte Künste.

Weitere Informationen finden Sie auf der Ausstellungswebseite www.29-55.de.

Zentrum für verfolgte Künste Solingen

Das Museum Zentrum für verfolgte Künste ist ein Institut für Menschen, deren künstlerische Entfaltung von den Diktaturen des letzten Jahrhunderts und bis in die Gegenwart hinein durch Terror und Gewalt blockiert, verhindert und vernichtet wurde. Es setzt sich auseinander mit sämtlichen Kunstformen, die die politischen und gesellschaftlichen Ereignisse seit 1914 spiegeln.

Neben Veranstaltungen vor Ort ist das Zentrum deutschlandweit und international vertreten. 2020 widmete es sich der erinnerungskulturellen Arbeit u.a. mit der Organisation und Betreuung der Ausstellung „David Olère. Überlebender des Krematoriums III“ des Deutschen Bundestages in Zusammenarbeit mit dem Staatlichen Museum Auschwitz-Birkenau zum 75. Jahrestag der Befreiung des Konzentrationslagers Auschwitz-Birkenau, in enger Kooperation u.a. mit dem Rundfunk Berlin Brandenburg und dessen Projekt „Auschwitz und ich“. 2020 wurde zudem die Online-Ausstellung „7 Places – Sieben Orte“ in Deutschland gestartet, welche in Kooperation mit der UNO (Holocaust and the United Nations Outreach Programme of the Department of Global Communications, United Nations) entstand und am 9. November 2020 unter anderem vom deutschen Außenminister Heiko Maas eröffnet wurde (www.7places.org).

In der vielfältigen Dauerausstellung vor Ort in Solingen erleben Besucherinnen und Besucher echte Entdeckungen vor allem in den Bereichen der bildenden Künste und der Literatur. Ergänzt wird diese um zahlreiche Wechselausstellungen, die den historischen Blick um gegenwärtige Perspektiven ergänzt oder Aspekte der permanenten Ausstellung vertieft und kontextualisiert.